• Jessica Weser

Stopfleber - Eine fragwürdige Delikatesse

Die Stopfleber ist wohl eines der grausamsten Tierqualprodukte, die wir kennen. Unter Liebhabern wird sie vornehmlich als Foie gras (frz. „fette Leber“) bezeichnet und gilt als Delikatesse. Bei der Stopfleber handelt es sich um die durch brutale Zwangsfütterung verursachte stark verfettete Leber von Enten und Gänsen; um ein Organ, das absichtlich krank gemacht wird.


Stopfleber: Grausame Tortur für Vögel


Die qualvolle Prozedur der Zwangsfütterung beginnt für die ausschließlich männlichen Tiere in einem Alter von 8 – 10 Wochen und wird für einen Zeitraum von 12 – 21 Tage durchgeführt (weibliche Küken werden wenige Stunden nach dem Schlüpfen geschreddert oder zermahlen, weil sie zu langsam wachsen). Durch ein Metall- oder Gummirohr, das zwischen 20 und 50 cm lang sein kann, wird ihnen eine enorme Menge (20 % des Körpergewichts) eines Gemischs aus salzigem Maisbrei und Fett in den Magen gepumpt. Innerhalb von nur 2 – 3 Wochen schwillt ihre Leber auf diese Weise von einem Initialgewicht von ca. 80 g auf 800 – 1000 g an – das ist mehr als das 10-fache ihrer normalen Größe!

Die stark vergrößerte Leber erzeugt in den Tieren einen enormen Druck auf die Luftbeutel, die sie zur Atmung benötigen. In vielen Fällen kann man die Vögel deshalb in ihren engen Käfigen dabei beobachten, wie sie in ihrer Atemnot verzweifelt nach Luft schnappen.


Während des Stopfprozesses können außerdem Verletzungen wie innere Blutungen und Schädigungen der Speiseröhre und Organe entstehen. Fehldosierungen oder nicht funktionierende Maschinen können desweiteren zum Platzen des Magens führen. Oft leiden die Tiere an Herz-Kreislauf-Problemen und Stoffwechselstörungen. Die Haltung der Wasservögel in engen Käfigen auf rostigem Draht verursacht zudem Verletzungen und geschwürige Veränderungen an den Sohlenballen sowie Flügelbrüche.


Nicht wenige Tiere überstehen diese schreckliche Turbomast erst gar nicht. So sterben viele Enten und Gänse vorzeitig an Organversagen oder ersticken, weil die vergrößerte Leber in einem starken Ausmaß auf ihre Luftbeutel drückt. Laut Greenpeace liegt die Sterberate in der Stopfmast 20 mal höher als bei einer normalen Mast.



Stopfleberproduktion verstößt gegen deutsches und europäisches Recht


In Deutschland und vielen weiteren EU-Ländern ist die Produktion der Stopfleber deshalb aus Tierschutzgründen verboten. Aufgrund des freien EU-Binnenmarktes sind Import und Verkauf jedoch immer noch erlaubt. Stopfleberprodukte, die sich in den Feinkostläden und Restaurants Deutschlands finden lassen, stammen daher aus Frankreich, Ungarn, Spanien, Bulgarien oder Belgien – Länder Europas, in denen die Stopfmast weiterhin zugelassen ist und wie in den Fällen von Frankreich und Ungarn, als „Teil des kulturellen und gastronomischen Erbes“ und „schützenswertes nationales Traditionsgut“ angesehen wird. Dabei verstößt die Stopfleberproduktion gegen die EU-Richtlinie 98/58CE, die sich mit dem Schutz von Tieren auf Zuchtfarmen befasst und besagt: „Die Art des Fütterns und Tränkens darf den Tieren keine unnötigen Leiden oder Schäden verursachen.“


Doppeltes Leid für Gänse


Nicht selten kommt es vor, dass v.a. Gänse vor der Stopfmast zusätzlich bei vollem Bewusstsein zur Daunenproduktion gerupft werden, um den Profit der Züchter, die hauptsächlich am Fleisch der Tiere verdienen, zu erhöhen. Lebendrupf ist in der EU verboten, konnte aber z.B. mehrfach in ungarischen Betrieben nachgewiesen werden.


Klare Mehrheit der Deutschen ist gegen Stopfleber


Wegen der ungeheuerlichen Qualen, die Enten und Gänse für die Stopfleberproduktion durchmachen müssen, lehnt die Mehrheit der Bevölkerung das Produkt entschieden ab. Auch immer mehr Gastronomen und Sterneköche sprechen sich deutlich gegen die Foie gras aus und streichen sie von ihrer Speisekarte.


Genau das fordern wir auch von den Verantwortlichen von Feinkost Kahn!


Es wird Zeit, dass Kahn seinen mehrfachen Ankündigungen nachkommt und die Stopfleber endlich und dauerhaft aus seinem Sortiment nimmt!


Wollt auch ihr helfen? Dann unterstützt uns bei unserer Kampagne gegen den Stopfleberverkauf bei Feinkost Kahn!


Ihr habt mehrere Möglichkeiten, uns bei unserer Arbeit unter die Arme zu greifen:


  • Erzählt Freunden und euren Familien von den Qualen, die Enten und Gänse in der Stopfleberproduktion durchleben müssen!

  • Teilt unsere Posts und Beiträge zur Kampagne!

  • Unterstützt uns mit einer Spende, damit wir auch in Zukunft für die Rechte der Tiere kämpfen können!

Nur mit eurer Unterstützung kann die Kampagne ein Erfolg werden!

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